Wenn Sie einen neuen Mitarbeiter für Ihre Stelle gewonnen haben, gilt es Diesen zu behalten, Re-Recruiting-Kosten zu vermeiden. Dabei gilt: wenn jemand abspringt, dann sollte er oder sie es möglichst frühzeitig tun. Je später, desto teurer wird es. Was kann man tun um Frühfluktuation zu reduzieren?
Die gängige Methode ist eine realistische Tätigkeitsvorschau (Wir berichteten von dem Zusammenhang zwischen realistischer Tätigkeitsvorschau und Frühfluktuation). Das ist keine Methode die wir empfehlen. Damit es zur Selbstselektion kommt, müssen Bewerber Stellenalternativen haben. Haben sie sie nicht, stimmen sie den Bedingungen zu und suchen im Verborgenen weiter was entsprechend zu Frühfluktuation bzw. Re-Recrutiing-Kosten führt. Zudem muss man im Bewerbermarkt eben auch etwas „Werbung“ machen für die Stelle die man zu besetzen hat. Es ist zumindest nicht förderlich, wenn man sie in einem schlechten Licht darstellt.
Laut einer Meta-Analyse von McEvoy & Cascio sind Enrichment-Maßahmen etwa doppelt so effektiv wie die realistische Tätigkeitsvorschau1. Das heißt einfach nur, dass Sie die Stelle so gestalten müssen, dass Menschen diesen Job gerne ausführen. Menschen ziehen ihre Motivation vor allem aus der Tätigkeit selbst. Das heißt sie sollten bei jeder Stelle auf ausreichend Tätigkeits- und Entscheidungsspielräume achten. Wenn der Mensch Herr seiner Arbeit ist, führt er sie lieber aus. Strikte Hierarchien, Misstrauen und Nichtförderung von Entscheidungsfähigkeit – das sind auch alles generelle Zeichen schlechten Managements. Frühfluktuation ist somit auch als ein möglicher Indikator für schlechtes Management
1 McEvoy, G.M. & Cascio, W.F. (1987): Strategies for Reducing Employee Turnover. A Meta-Analysis. Journal of Applied Psychology. Vol. 70. No. 2. S. 349.)
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